Impfungen und Impfberatung

Primäres Ziel einer Impfung ist es, den Geimpften vor der jeweiligen Infektionskrankheit zu schützen (Individualschutz). Bei Erreichen hoher Impfquoten ist es zudem möglich, die Zirkulation der Krankheitserreger einzudämmen und somit auch nicht geimpfte Personen vor einer Infektion mit dem jeweiligen Erreger zu schützen (Herdenimmunität). Bei fortlaufend hoher Durchimpfung einer Bevölkerung können Krankheitserreger, die ihr einziges Reservoir im Menschen haben, regional eliminiert und idealerweise weltweit ausgerottet werden. Die Ausrottung der Pocken und die weltweite deutliche Eindämmung der Kinderlähmung (Poliomyelitis) sind eindrucksvolle Beispiele für erfolgreiche Impfkonzepte. Nehmen Sie bitte schon aus diesem Grund das Impfangebot der Krankenkassen in Anspruch!

In Deutschland werden Empfehlungen für Impfungen durch die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) auf Grundlage von infektionsepidemiologischen Erkenntnissen vorbereitet. Die Impfempfehlungen sind im jährlich aktualisierten Impfkalender dargestellt und umfassen ab der achten vollendeten Lebenswoche Impfungen gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf (Tetanus), Keuchhusten (Pertussis), Haemophilus influenzae Typ b, Leberentzündung (Hepatitis B), Kinderlähmung (Poliomyelitis) und Pneumokokken. Ab dem zweiten Lebensjahr folgen Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken (Varizellen) und Meningokokken der Serogruppe C.

Im Kindes- und Jugendalter werden Auffrischimpfungen und das Schließen von Impflücken empfohlen. Mädchen werden nach der Empfehlung der STIKO im Alter von 9 bis 17 Jahren gegen Humane Papillomviren (HPV) zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs geimpft, vorzugsweise im 2-Dosen-Impfschema zwischen 9 und 14 Jahren.

Bei Erwachsenen sollen regelmäßig die Impfungen gegen Wundstarrkrampf (Tetanus), Diphtherie sowie einmalig gegen Keuchhusten (Pertussis) aufgefrischt werden, und ab dem 60. Lebensjahr sollten Erwachsene einmalig gegen Lungenentzündung durch Pneumokokken und jährlich gegen Grippe (Influenza) geimpft werden.

Typische Beschwerden nach einer Impfung sind Rötung, Schwellungen und Schmerzen an der Impfstelle, auch Allgemeinreaktionen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und Unwohlsein sind möglich. Diese Reaktionen sind Ausdruck der erwünschten Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff und klingen in der Regel nach wenigen Tagen komplett ab. Schwerwiegende sog. unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) nach Impfungen sind sehr selten.

Öffnungszeiten

Montag - Donnerstag        7:30 - 19:00 Uhr
Freitag 7:30 - 17:00 Uhr
Samstag 9:00 - 11:00 Uhr

Öffnungszeiten der Anmeldung (Terminvereinbarung und dgl.). Bitte beachten Sie die abweichenden Arztsprechstunden.

 

Kontaktieren Sie uns

 

 

 

So finden Sie uns

  

zu Google Maps